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Die Bewertung von Unternehmen ist ein außerordentlich wichtiges Thema und zudem streitanfällig. Anlässe für Unternehmensbewertungen gibt es genügend, manchmal ist es das Interesse des Unternehmers, einfach nur zu wissen, was sein Unternehmen wert ist.

Klassische Fälle ergeben sich beim Verkauf oder Kauf von Unternehmen, bei Abfindungen von Gesellschaftern oder Umwandlungen jeglicher Art. Auch wenn ein Unternehmen in die nächste Generation übertragen werden soll und nicht alle potentiellen Erben gemeinsam das Unternehmen führen sollen, haben Bewertungsfragen eine sehr hohe und bisweilen emotional beeinflusste Bedeutung. Letztlich redet in solchen Fällen die Finanzverwaltung mit der erbschaftsteuerlichen Belastung mit, weshalb sie im Rahmen der Erbschaftsteuerreform 2009 ein eigenes Unternehmensbewertungsverfahren im Gesetz verankert hat, das allerdings aufgrund seiner strengen vergangenheitsbezogenen Betrachtung und dem in der Regel viel zu hohen Kapitalisierungsfaktor heftig kritisiert wird. Die vom Bundestag im Juni beschlossene Entschärfung des Bewertungsfaktors ist am 8. Juli 2016 erstmal am Bundesrat gescheitert, und wir werden sehen, ob der Vermittlungsausschuss ein Ergebnis erzielt und die Entlastung bestätigt oder nicht.

Überhaupt das Finanzamt: Auch in wesentlichen Gestaltungsfragen entscheidet oft die Höhe des Unternehmenswertes, ob es zu hohen steuerlichen Belastungen kommt oder nicht. Dies gilt für viele Umwandlungsfälle, Einbringungsfälle und Übertragungen an nahe Angehörige.

Nicht immer geht es darum, in steuerlicher Hinsicht den Unternehmenswert klein zu rechnen. Droht z. B. der Untergang des Verlustvortrages bei einem mehr als 50 %igen Gesellschafterwechsel bei einer Kapitalgesellschaft (§ 8c KStG) und ist das Eigenkapital der Gesellschaft negativ, so lässt sich der Verlustvortrag nur durch eine Unternehmensbewertung retten, die genügend hohe stille Reserven in Form eines Firmenwerts belegt.

Wie aber wird ein Unternehmen bewertet? Allgemein anerkannt und gerichtsfest sind nur Gutachten, die nach Standard IDW S1 ermittelt wurden. Das Problem für viele kleine und mittelständische Unternehmen besteht darin, dass derartige Gutachten ziemlich aufwendig und teuer sind, nicht nur hinsichtlich der externen Gutachterkosten sondern auch der internen Aufwendungen, um die Grundlagen für eine Bewertung überhaupt erst zu schaffen. Das bei vielen Unternehmern gerne genutzte sogenannte EBIT-Multiple-Verfahren, bei dem im Prinzip eine gegenwärtige Ertragslage vor Steuern und Zinsaufwendungen mit einem Faktor multipliziert wird, findet keine allgemeine Anerkennung und wird auch von der Finanzverwaltung üblicherweise nicht akzeptiert.

Leider wird die betriebswirtschaftliche Praxis und Lehre der Unternehmensbewertungen von den Großkonzernen und den Aktienmärkten beherrscht, und diverse Stellungnahmen geben eher die Hinweise, dass bei kleineren und mittelständischen Unternehmen (KMU) das Ganze wegen des persönlichen Einflusses der Unternehmer eher noch schwieriger sei.

Da die Bedeutung der Unternehmensbewertung für KMU in den letzten Jahren nicht zuletzt aufgrund der steuerlichen Anforderungen erheblich gestiegen ist, war es höchste Zeit, eine speziell für kleinere und mittlere Unternehmen zugeschnittene Bewertungsmethodik zu entwickeln, die mit vertretbarem Aufwand realisierbar ist.

In der Fachzeitschrift DStR (Deutsches Steuerrecht) wurde am 08.07.2016 ein solches Verfahren veröffentlicht, das unser PNHR-Partner Wolf-Georg Rohde konzipiert hat. Wir haben diesen Aufsatz beigefügt.

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Letzte Aktualisierung

08.07.2016

Der Bundesrat hat die geplante Reform der Erbschaftsteuer an den Vermittlungsausschuss verwiesen. Bundesverfassungsgericht macht Druck.
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