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In Deutschland ist man ganz besonders empfindlich, wenn es um Datenschutz und das Ausspionieren privater Angelegenheiten geht. Das hat sicherlich historische Gründe. Der Deutsche lässt sich ungern beobachten und überwachen.

So entspricht es dem deutschen Verständnis, dass weder die persönlichen Einkommensverhältnisse noch die Vermögensverhältnisse öffentlich sind. Das ist in anderen Ländern durchaus anders, wo man z. B. das zu versteuernde Einkommen eines jeden Mitbürgers im Internet abrufen kann.

Für die weitaus meisten Deutschen wäre es eine furchtbare Vorstellung, gläsern zu sein. Das betrifft nicht nur Einkommensmillionäre sondern auch Ottonormalverbraucher. So stellt das Steuergeheimnis ein unverrückbares Monument des Schutzes privater Einkommensverhältnisse dar, und die Finanzverwaltung sorgt mit äußerster Präzision dafür, dass hier keine Lecks geschlagen werden.

Dieser Konsens wird hin und wieder öffentlich durch die Presse in Zweifel gezogen. Jüngstes Beispiel ist die sogenannte Panama-Affäre. Hier gelangten persönliche Daten an die Öffentlichkeit und ähnlich der Ankaufsmöglichkeit sogenannter Steuer-CDs applaudierte die Presse.

Sicherlich ist der Applaus gerechtfertigt, wenn die betroffenen Personen die Vermögenswerte kriminell erworben haben und Steuerhinterziehung betreiben. Das Problem ist aber, dass in der Öffentlichkeit gerne suggeriert wird, dass das Vorhandensein verschwiegener Vermögenswerte im Ausland mit Straftaten wie Geldwäsche und Steuerhinterziehung gleichzusetzen sei.

Das Basisrecht, dass jedermann frei ist, sein Geld dorthin zu bringen, wo er es für richtig hält, wird seltsamerweise gekontert mit der Forderung, dass dies offengelegt werden müsse. Nur Panama? Oder nur Steueroasen? Oder vielleicht überall alles? Wie soll gut und schlecht gesetzgeberisch unterschieden werden? Erweist sich die öffentliche Entrüstung am Ende als Papiertiger, weil wir nicht gläsern sein wollen?

Für kriminelle Machenschaften und deren Vertuschung braucht man keine Vermögensverwalter in Panama oder anderen Ländern mit hoher Kapitalverkehrs-freizügigkeit. Wer jemals das Vergnügen hatte, Kapitalströme quer durch den Globus verfolgen zu können, der weiß, dass eine Sanktion, keine Gelder mehr in sogenannte Steuerparadiese zu verlagern, in keinster Weise geeignet ist, Kriminalität abzuschaffen.

In Deutschland bietet das Wesen der Treuhandschaft die Möglichkeit, der Öffentlichkeit das Wissen um Vermögenswerte zu verweigern. Offenlegen muss man die Treuhandschaft nur gegenüber den Finanzbehörden, was ja auch eine zwingende Logik hat, da der Treuhänder nicht die Erträge fremden Geldes versteuern möchte. Wenn jemand nicht unbedingt Vermögenswerte im Ausland als sicherer als in Deutschland erachtet, so bietet ihm eine professionelle Treuhandschaft ein hohes Maß an Vertraulichkeit, ohne auch nur ansatzweise in
Gesetzeskonflikt zu geraten. Für deutsche mit inländischem Wohnsitz ist es jedenfalls naheliegender, daheim zu bleiben, als sich mittelamerikanischen Treuhändern anzuvertrauen.

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