Sparen mit einem Elektroauto als Dienstwagen

Steuertipp 04/2019

 

I. Ausgangslage

Der Elektromobilität gehört die Zukunft. Fahrzeuge mit neuartigen Antriebstechniken und Batteriesystemen arbeiten immer energieeffizienter und tragen so zu einem klimafreundlicheren Straßenverkehr bei. Die umweltfreundlichen Autos sind allerdings immer noch sehr teuer. Um diesen Kostennachteil auszugleichen, hat der Gesetzgeber Sonderregelungen für die Dienstwagenbesteuerung von Elektro­fahrzeugen und extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeugen eingeführt.

II. Bisherige Rechtslage

Fahrer eines Elektrodienstwagens waren bislang benachteiligt: Sie trugen eine höhere steuerliche Belastung als ihre Kollegen mit konventionellen Firmenfahrzeugen.

Hintergrund ist die Besteuerung des privaten Nutzungsanteils:

Wird ein Dienstfahrzeug auch privat genutzt, so muss die private Nutzung versteuert werden. Zur Berechnung kann entweder die 1 %-Regelung oder die Fahrtenbuchmethode herangezogen werden. Bei Anwendung der 1 %-Regelung muss monatlich ein Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil erfasst werden.

Für die 2018 und früher zugelassenen Elektroautos wird zur Bemessung des geldwerten Vorteils der Listenpreis pauschal nach Maßgabe der Batteriekapazität gemindert. Dieser pauschale Abzug beträgt 250 € pro Kilowattstunde (kWh) der Batteriekapazität, maximal jedoch 7.500 €.

Da die Elektrofahrzeuge in der Anschaffung jedoch deutlich teurer sind als Benzin- bzw. Dieselautos, ist sogar die verminderte Bemessungsgrundlage meistens höher als bei konventionellen Fahrzeugen.

III. Neue Rechtslage

Firmenfahrzeuge mit Elektroantrieb, die im Zeitraum vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2021 angeschafft oder geleast werden, werden stärker steuerlich begünstigt.

Die Neuregelung in § 6 Abs. 1 Nr. 4 S. 2 Nr. 2 EStG sieht vor, dass die private Nutzung eines betrieblichen Elektro- und
Hybridelektrofahrzeugs monatlich pauschal mit 1 % des halbierten inländischen Bruttolistenpreises zu bewerten ist. Die Fahrtenbuchmethode bleibt weiterhin zulässig.

Für Anschaffungen ab dem Jahr 2022 gilt dann wieder die Kürzungsregelung, wonach sich der Listenpreis des entsprechenden Fahrzeugs nach Maßgabe der Batteriekapazität mindert. Der pauschale Abzug beträgt dann jedoch nur noch 50 € je kWh, maximal 5.000 €.

Bei einem extern aufladbaren Hybridelek-trofahrzeug gelten die vorstehenden Vergünstigungen nur dann, wenn das Auto mindestens 40 Kilometer weit rein elektrisch schafft oder eine Kohlendioxidemission von höchstens 50 Gramm je gefahrenem Kilometer hat.

Für die übrigen Hybridfahrzeuge gilt die bisherige Regelung auch 2019 weiter.

IV. Unser Tipp

Sollten Sie die Anschaffung eines Elektro- und Hybridelektrofahrzeuges in Erwägung ziehen, so sollten Sie das Fahrzeug in dem Zeitraum vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2021 anschaffen oder leasen. In diesem Zeitraum ist die steuerliche Begünstigung nach derzeit geltendem Recht am höchsten.

Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen hierzu unterstützend zur Seite.

(Stand: 02.04.2019)

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